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Leipzig, eine Stadt im Wandel zwischen
alt und moderne. Wobei das Alte Leipzig auf seine Art ebenso schön
ist, wie das moderne.
Richtig schön wird eine Stadt aber erst durch die Freundlichkeit
ihrer Bewohner. Und wenn die, deren Freundlichkeit ich kennen
lernen durfte, typisch sind für Leipzig, dann ist Leipzig eine der
schönsten Städte Deutschlands. Und selten habe ich von den
angereisten Teilnehmen, Funktionären und Unternehmern einer Karate
Meisterschaft soviel Lob über die ausrichtende Stadt
gehört.
Kein Wunder also, dass am Samstag in der Arena Leipzig
eine freundlich angenehme und familiäre Stimmung herrschte. |
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Hektik? Habe ich keine gesehen. Streß? Höchstens in der
Küche des Bistros beim Anfertigen des leckeren Nachschubs.
Angenehm ruhig war es in der Halle, als um 08:20 Uhr die ersten Teams
gut gelaunt im Aufwärmbereich erschienen. Ebenso
ruhig erfolgte deren Einteilung auf die insgesamt 6 Tatamis. Etwas zu
ruhig blieb es dann aber auf den Tribünen. Nicht wirklich
viele Zuschauer hatten den Weg zu den Vorkämpfen gefunden. Jedoch
war da noch eine Fan-Gruppe aus Thüringen die sich, mit
einer schweren Trommel bewaffnet, lautstark zu Wort meldeten. |
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23 Teams, 18 davon aus der Stilrichtung
Shotokan und 5 Teams vom Shito-Ryu. Mit 6 Teams war Deutschland am
stärksten
vertreten, gefolgt von 4 spanischen und 3 Italienischen Teams.
Überraschend stark präsentierte sich das Team aus Tschechien,
das sich in Runde 3 gegen das spanische Team aus Cataluna
durchsetzte und über den Poolsieg ins Finale einzog. Das
stärkste deutsche Team kam aus Rheinland Pfalz, erst das spanische
Team aus Asturias konnte die Rheinländer mit 2:1 Richterstimmen
stoppen. Im Kampf um das Poolfinale stand dann Asturias
gegen Madrid. Das Team aus Madrid hatte zuvor mit Seienchin Italien,
mit Seipai Baden Würtemberg und mit Suparimpei das
Team aus Serbien besiegt. Und da sie sich auch gegen Asturias
durchsetzten, blieb den Rheinländern die Trostrunde und der
mögliche dritte Platz verwehrt. Das Team aus Baden
Würtemberg kam zwar in besagte Trostrunde, aber dort war in Runde
1,
mit dem Team aus Sizilien, der Gegner einen Tick stärker.
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Die Spanier mit
Suparimpei |
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Das Team aus
Madrid (Spanien) mit Chatanyara
Kushanku |
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Im Finale standen somit die Teams aus Prag/Tschechien und
Madrid/ Spanien. Madrid zeigte mit Chatanyara Kushanku einen
einen guten, aber nicht ganz so starken und explosiven Vortrag wie in
den Vorkämpfen. Ihr anschließendes Bunkai allerdings
war ausgefeilt, spektakulär und explosiv. |
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Gespickt mit harten
Wurftechniken und einem gesprungenen Ushiro-Geri.
Die Tschechen zeigten eine solide Sochin mit einem ebenso soliden
Bunkai. Ein guter Vortrag, der das Team aus Madrid
aber nicht gefährden konnte. |
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Die Sochin
der
Tschechen |
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Das Bunkai
der Spanier |
und das von
Prag (Tschechei) |
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1.
Platz
Madrid (Spanien) |
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2. Platz
Prag (Tscheschei) |
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3. Platz |
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SCG
Vojvodina |
Asturias
(Spanien) |
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16 Teams, 8 Shotokan und 8
Shito-Ryu. Am stärksten present war Italien mit 4 Teams,
gefolgt von Deutschland, England
und Türkei mit jeweils 2 Teams. Spanien war nur mit einem Team aus
Madrid vertreten. Allerdings ein sehr starkes Team.
Mit den Kata Seienchin, Seipai und Chatanyara Kushanku setzten sich
die Spanierinnen gegen Italien, Deutschland (Thüringen)
und Österreich durch. Im zweiten Pool gelang dies dem Shotokan
Team aus Serbien (Podgoriga) gegen die Tschechei,
Türkei und das deutsche Team aus Bayern. Beide deutsche Teams
waren somit in den Trostrunden. Hier gelang Österreich
mit Unsu der Sieg gegen Thüringen (Unsu). Und das Team Tschechei
South Moravia setzte sich mit der Kata Paiku gegen
das Bayerische Team (Kanku Sho) durch.
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Tschechei South Moravia (Paiku) |
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Das Team aus
Madrid (Spanien) mit Anan |
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Im Finale machte
diesmal Spanien den Anfang mit einer dynamischen und
doch sehr eleganten Anan. Und auch das Bunkai
war geprägt von dynamisch, explosiven Aktionen mit teilweise auch
sehr ernsten und wirklichkeitsnahen Techniken, wie
einem Otoshi Empi zur Wirbelsäule. |
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Das Team SCG Podgoriga zeigte mit Enpi eine gute, saubere Leist-ung, der
es vielleicht etwas an Spritzigkeit fehlte. Ihr Bunkai wahr sehenswert, erreichte aber nicht das Niveau der
Spanierinnen die auch das Finale für sich
entschieden. |
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Die Enpi von
SCG Podgoria |
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Das Bunkai
der Spanierinnen |
und das von
SCG Podgoria |
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1.
Platz
Madrid (Spanien) |
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2. Platz
SCG Podgoria |
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3. Platz |
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Österreich |
Tschechien South Moravia |
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In beiden Kata Finalen standen sich, und dies ist eben der Nebeneffekt
des Flaggensystems, leider nicht die besten Teams
gegenüber. So war manches Drittplatzierte Team durchaus
stärker als die späteren Zweitplatzierten. Dies ist leider
eine
Eigenheit des Flaggensystems, die sich nicht vermeiden läßt.
Und es wäre vielleicht Zeit darüber nachzudenken, ob hier
wirklich das beste Ausscheidungssystem gewählt wurde. Im Zuge der
WM 2000 hatte ich in München die Gelegenheit
mit Teruo Hayashi zu Abend zu essen. Von ihm wurde ich damals über
die Änderung hin zum Flaggensystem informiert
und war damals von dem neuen System auch überzeugt. Mittlerweile
haben die tatsächlichen Ergebnisse bei den Turnieren
jedoch gezeigt, dass es beinahe unmöglich ist das mit diesem
Flaggensystem auch wirklich die 4 besten Teams um die
Podestplätze kämpfen. |
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| Kumite Team
Herren |
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Mit insgesamt 35 Teams war die Kumite
Veranstaltung der Herren, das bedeutendste Ereignis dieser
Meisterschaften.
Allein Deutschland war mit 8 Teams vertreten. Und Spanien, Italien,
Türkei, sowie England mit jeweils 3 Teams.
Entsprechend viele, teils hochkarätige Kämpfe hielten das
Publikum, allen voran die Fan-Gemeinde aus Thürigen, auf Trab.
Dabei kam erstaunlich gut die unterschiedliche Mentalität der
Kämpfer zum Ausdruck. Der bedingungslose Kampfgeist
der Türken, die kompromißlose Härte der Russen, die
Agilität der Italienier, die Konzentriertheit der Deutschen oder
der
Durchsetzungswille der Engländer. Jedes Team (Land) hatte in
dieser Hinsicht einen eigenen Charakter. |
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Nicht nur durch die Anzahl der Teams, sondern auch durch die Anzahl der
Kämpfer, im Best of Five Modus waren die
Vorkämpfe der Kategorie Kumite Herren, der mit Abstand
längste Part der EM. Aber auch gespickt mit sehr vielen
spannenden Kämpfen und knappen Entscheidungen. Schade war jedoch,
dass sich schon in der ersten Runde der Vorkämpfe gleich mehrfach rein deutsche Teams gegenüberstanden.
Im rein türkischen Finale sah man eine besondere Art von
Sportsgeist, als die Teams vor Beginn der Kämpfe gleich
einer Football Manschaft die Köpfe zusammensteckten und sich
gemeinsam auf den Kampf einstimmten. Wer nun
dachte, dass dies ein Freundschaftskampf würde sah sich
getäuscht. Trotz der zuvor bekundeten Bruderliebe ging
es richtig zur Sache. |
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Hart, Energisch und doch fair. Und nachdem das
Team aus Ege 2:0 in Führung gegangen war,
und es im dritten Kampf 7:0 für Ege stand wurde es doch noch
einmal richtig spannend.
Als der Kämpfer aus Icanadul
für einen blitzsauberen Mawashi Geri zum Kopf Sanbon bekam und nur
5 Sekunden später mit einem identischen
Tritt, der auch noch eine Spur härter traf, auf 7:6 aufholte. Ein
letzter tsuki zum 8:6 und die ablaufende Kampfzeit
waren jedoch gegen das Team aus Icanadul. In jedem Fall war das
Finale kämpferisch wie emotional eine würdige
und spannende Veranstaltung. |
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1. Platz
Ege
(Türkei) |
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2. Platz
Icanadul (Türkei) |
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3. Platz |
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| Attika (Griechenland) |
Marmara (Türkei) |
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| Kumite Team Damen |
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Im Kumite der Damen waren nicht nur schnelle, sondern durchaus auch
harte Kämpfe zu beobachten. Besonders
die Teams aus Russland und Serbien waren der Meinung, dass Kumite
nichts mit stricken zu tun hat. Aber auch
die anderen Teams hatten Wolle und Nadeln zu Hause gelassen. Dabei
jedoch Fairneß und Kontrolle nicht
vergessen und so gabe es nur wenig Arbeit für das Ärzteteam.
Abgesehen von einer Rippenfraktur, wobei ich
nicht weiß, ob bei Damen oder Herren, war das Team um Eileen
Wanke sehr zufrieden.
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Im Finale waren sehr saubere und schöne Kämpfe zu sehen.
Teilweise vielleicht etwas zu vorsichtig seitens der Serbinnen. So dass, das Team aus
Bosnien Herzegowina in Führung
ging und sich den Sieg auch nicht mehr nehmen ließ. |
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1. Platz
Tuzla |
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2. Platz
SCG Serbien |
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(Bosnien Herzegowina) |
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3. Platz |
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| Bern (Schweiz) |
South (Russland) |
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c)
Herbert Haß 2005 |
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Kata Statistik Herren |
Kata Statistik Damen |
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Kata |
Stil |
verwendet |
erfolgreich |
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Kata |
Stil |
verwendet |
erfolgreich |
| Jion |
Shotokan |
14 |
5 |
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Jion |
Shotokan |
7 |
5 |
| Kanku
Dai |
Shotokan |
10 |
3 |
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Kanku Dai |
Shotokan |
2 |
2 |
| Seipai |
Shito-Ryu |
6 |
2 |
|
Seipai |
Shito-Ryu |
3 |
0 |
|
Seienchin |
Shito-Ryu |
2 |
2 |
|
Seienchin |
Shito-Ryu |
2 |
2 |
| Bassai
Dai |
Shito-Ryu |
1 |
0 |
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Bassai Dai |
Shito-Ryu |
3 |
0 |
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| Empi |
Shotokan |
5 |
4 |
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Enpi |
Shotokan |
2 |
0 |
| Kanku
Sho |
Shotokan |
1 |
0 |
|
Kanku Sho |
Shotokan |
1 |
0 |
| Unsu |
Shotokan |
3 |
2 |
|
Unsu |
Shotokan |
3 |
1 |
|
Gankaku |
Shotokan |
1 |
0 |
|
Nijushiho |
Shotokan |
1 |
0 |
|
Gojushiho Sho |
Shotokan |
4 |
1 |
|
Gojushiho Sho |
Shotokan |
3 |
2 |
| Sochin |
Shotokan |
1 |
0 |
|
Gojushiho Dai |
Shotokan |
3 |
2 |
|
Superimpei |
Shito-Ryu |
1 |
1 |
|
Unshu |
Shito-Ryu |
1 |
0 |
|
Nipaipo |
Shito-Ryu |
1 |
0 |
|
Heiku |
Shito-Ryu |
1 |
1 |
|
Chatanyara Kushanku |
Shito-Ryu |
1 |
1 |
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Paiku |
Shito-Ryu |
1 |
1 |
|
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|
Chatanyara
Kushanku |
Shito-Ryu |
2 |
1 |
| |
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Anan |
Shito-Ryu |
1 |
1 |
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