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Nicht
ganz einfach zu finden ist die Sazka Arena in Prag. Hinweisschilder
gibt es wenig und so ist der Kontakt zu Passanten, die man nach dem Weg
fragt, eine nette Begleiterscheinung auf dem Weg zum Austragungsort des
Bohemia Cup. Die Arena selbst ist ein Eisstadion. Sehr modern, sehr
groß und bestens abgesichert. Die Organisation kann hier nur als
her- vorragend bezeichnet werden. Gleich am separaten Eingang für
die Teilnehmer wurden diese mit Ansteck- karten für die
Zugangsberechtigung ausgerüstet, mit Bild versteht sich. Dies
professionell, freundliche Atmosphäre setzte sich auch im
Innenbereich, wo die Wettkämpfe stattfanden und die
Wettkampfleitung agierte fort. Auf insgesamt 5 Tatamis wurden die Vor-
kämpfe ausgetragen, außerdem stand ein separater Bereich der
Halle, ausgelegt mit Tatami Matten, zum Aufwärmen der
Athleten zur Verfügung. |
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Hart aber
fair, so könnte man die Überschrift für die Kumite
Begegnungen setzten. Und so führte nicht jeder deutliche Kontakt
zu
einer Verwarnung, sondern eher zu einem Ippon. Trotzdem wurde nur
selten ein Arzt gebraucht und gröbere Verletzungen waren nicht zu
verzeichnen. Sowohl die Tscheschei, als auch die Slovakei verfügen
im Bereich Kata über ausgezeichnete Athleten und Trainer.
Entsprechend hoch war daher auch die Qualität des
Teilnehmerfeldes. Auffalend ist hier, dass keine der 3 großen
Stilrichtungen (Shotokan, Shito-Ryu, Goju-Ryu) dominiert. Und da auch
keine Shitei-Kata vorgeschrieben waren, konnte man eine
große Auwahl beeindruckender Kata schon ab der ersten Runde
bewundern.
Die Favoriten waren hier Petra Nova (Europameisterin 2002) und Micha
Hruby, beide jeweils mit Shito-Ryu Kata startend. Dabei zeigte Micha
Hruby mit Matsumura Bassai auch eine Kata die man nicht ganz so oft zu
sehen bekommt.
Mit knapp
einer Stunde Verspätung begann um 18:00 Uhr die
Eröffnungsfeier zum Finale. Zwei Sänger, eine Tanzgruppe und
ein Aikido Team sorgten dafür, dass die unvermeidlichen Ehrungen
etwas kurzweiliger ausfielen. |
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Kata Team männlich |
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Auftakt zum Finale durften die Kata Teams bestreiten. Hier
standen
sich bei den |
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Herren
zwei Teams aus Tscheschien gegenüber. Mit Gojushiho
Sho gegen Sochin waren zwei Kata von sehr unterschiedlichem Charakter
zu sehen. Und dies betraf auch das Bunkai. Hier überzeugte das
Team mit
der Gojushiho Sho durch dynamischere und spektakulärere Aktionen. |
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Familie Kurz mit Suparimpei |
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Aus deutscher Sicht sehr
erfreulich standen bei den Damen die Geschwister Kurz
aus
Meimsheim dem Team aus Trinec (Tscheschei) gegenüber.
Hat man sie vor kurzem noch mit Unshu gesehen, so hieß, wie schon
beim Goju-Ryu Cup in Eberbach, ihre Finalkata diesmal Suparimpei. Stark
und ohne Abstriche synchron vorgetragen setzten
Sie im |
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Bunkai noch eins
drauf. Und Ihre Choreografie, die einem realistischen Kampf entspricht,
in dem alle drei kämpfend agieren, wusste auch das
Qualitätsgewohnte Tscheschische Publikum zu begeistern. |
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Das Team aus Trinec
mit
der Kata Heiku |
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Kata Einzel männlich |
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Direkt
nach Kata Team folgte Kata Einzel. Micha Hruby gegen Jakub Tesarek.
Tesarek begann mit Gojushiho Sho (Shotokan) und zeigte eine fehlerlose, sehr saubere Leistung. Besonders die Stände
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waren dabei von hoher
Qualität und Festigkeit.
Micha Hruby konterte mit Suparimpei. Diese äußerst
Ausdruckstarke Kata wurde von ihm hervorragend vorgeführt. Sowohl
technisch, als auch kämpferisch, wobei jede Technik ihre
spezielle Betonung fand. Ein sehr guter Vortrag von ausgesprochener
Qualität und Reife, was auch die Zustimmung der Kampfrichter fand,
die sich Hruby entschieden. |
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Micha Hruby |
Jakub Tesarek |
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Kata Einzel weiblich |
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Das es
schwer werden würde eine Petra Nova zu besiegen war schon aus den
Vorkämpfen ersichtlich. Äßerlich unbeeindruckt davon
eröffnete Lucie Cupakova mit der Kata Anan den Wettkampf. |
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Und dies
mit einer sehr guten, technisch sehr sauberen Leistung.
Petra Nova wählte ebenfalls Anan, was den direkten Vergleich
ermöglichte, fügte zur technischen Qualität jedoch noch
eine gute Portion mehr an Explosivität, Dynamik und Kampfgeist
hinzu und ließ sich so den
Sieg nicht nehmen. |
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Petra Nova |
Lucie Cupakova
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Nach diesen
wirklichen Highlights, die auch ordentlich Zeit verschlangen, entschied
die Wettkampfleitung die Kumite Finale der Gewichtsklassen zeitgleich
auszutragen. Wobei es einem gewissen Berichterstatter ähnlich
erging wie einem Barrakuda, der einem Schwarm Fische
gegenübersteht. Er weiß nicht welchen er sich picken soll
und kriegt am Ende gar keine. Und was soll ich jetzt schreiben,
außer das sie gut und hart gekämpft haben. Wobei
sämtliche Titel bei den Herren, mit Ausnahme der Allkategorie,
nach Russland gingen und sämtliche Titel bei den Damen in der
Tscheschei blieben. Dabei erreichte Jeannine Herrgesell vom Landeskader
Sachsen Anhalt in der Klasse +60kg den 2. Platz. |
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Kumite Team |
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Spannend
wurde es dann im Finale der Mannschaften.Wobei sich bei den Damen die
beiden Tscheschischen Teams A und B gegenüberstanden. Etwas
unglücklich bestritt die erste Kämpferin des Tscheschischen
Nationalteams B ihren ersten Kampf. Hauptursache dürfte wohl die
Kontaktlinse gewesen sein, die mitten im Kampfgeschehen ihren Sitz am
Auge verlassen hat. Am Ende hieß es dann Hikiwake. Im zweiten
Kampf konnte ihre Kameradin mit einem satten Mawashi Geri einen 3:0
Rückstand ausgleichen und auch hier es am Ende Hikiwake. Erst im
dritten Kampf gelang dann der Kämpferin von Team A der
entscheidende Ippon. |
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Sehr
dynamisch ging es beim Finale der Herren zu, wobei der ein oder andere
harte Kontakt nicht ausblieb. Trotz sehr aktivem Einsatz des ersten
Kämpfers des Teams aus Labem/Tscheschei ging der erste Kampf an
das Team aus Dänemark. Im zweiten Kampf konnten die Dänen die
Führung nach einer spektakulären Wurftechnik ausbauen. Fast
schien es schon ein vorzeitiges Ende zu geben, als der Kämpfer aus
Labem zum 2:1 aufholte. Im 4. Kampf war der dänische Kämpfer
körperlich deutlich überlegen und setzte eine Wurftechnik,
bei der sein Gegner hart auf den Rücken fiel, was ihm sichtlich
die Luft raubte und in Folge auch etwas die Dynamik. So gewann
Dänemark und man schritt zur Siegerehrung. Und da gab es wirklich
sehr schöne Urkunden und vor allem noch schönere Pokale, die
wirklich jede Vitrine schmücken. |
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Alles in allem war dieser Bohemia Cup ein Turnier von hervorragender
Qualität, sowohl was die Teilnehmer betrifft, als auch die
Organisation und die Rahmenbedingungen. Ein Lob auch an die
Kampfrichter, die speziell in Kata eine sehr gute Leistung zeigten. |
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